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Die 22. Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war am 24. und 25. Juni zu Besuch an der Regattastrecke am Beetzsee.
Trotz hochsommerlicher Temperaturen war auf der Anlage an der Regattastrecke am Beetzsee an beiden Tagen reger sportlicher Betrieb, insbesondere am zweiten Tag waren morgens die Schüler der angemeldeten Schulen begeistert am Start und kamen in den Genuss einer ganz besonderen Anlage und eines vielfältigen Programms.
Während der Nachmittag des 24. Juni allen, die Lust hatten, das Deutsche Sportabzeichen auszuprobieren oder gleich abzulegen, offenstand, hat sich am 25. Juni ab 8 Uhr alles um die rund 750 angemeldeten Schüler gedreht, die das Deutsche Sportabzeichen ablegen wollten.
„In diesem Jahr freue ich mich wieder, bei der Sportabzeichen-Tour dabei zu sein. Vor allem vormittags, wenn die Schulkinder vor Ort sind. Da macht es mir einen Riesenspaß, zu sehen, dass manche im Voraus gar nicht wissen, dass sie richtig Freude an Bewegung und Sport haben werden,“
sagt Elisabeth Seitz, mit 26 nationalen Titeln Deutsche Rekordmeisterin im Geräteturnen. Sie war genauso begeistert wie Léon Schäfer, Para-Leichtathlet und Doppel-Weltmeister im 100-Meter-Lauf und Weitsprung, der ergänzte:
„Das Schöne ist, beim Sportabzeichen lassen sich so viele Disziplinen ausprobieren und es ist bestimmt für jeden etwas dabei. Einfach mutig ganz viel testen und die Gemeinsamkeit genießen.“
Um 09:00 Uhr fiel am 25. Juni mit der offiziellen Begrüßung der Startschuss für den Sportabzeichen-Tag: DOSB-Moderator Andree Pfitzner begrüßte zusammen mit Oberbürgermeister Daniel Keip, dem Vorstandsvorsitzenden des DOSB, Otto Fricke, und dem Vorstandsvorsitzenden des Landessportbundes Brandenburg (LSB) Andreas Gerlach und mit Eli Seitz und Léon Schäfer alle Anwesenden.
Oberbürgermeister Daniel Keip war begeistert von der Kulisse und bat die Kinder:
„Ich versuche zwar, ein sportlicher Oberbürgermeister zu sein, aber lasst mir bitte ein wenig Vorsprung, wenn ich nachher mein Sportabzeichen mache.“
Otto Fricke zeigte Anzeichen von Lampenfieber:
„Mein letztes Sportabzeichen habe ich zu Schulzeiten vor etwa 45 Jahren abgelegt. Als ich Vorstandsvorsitzender des DOSB geworden bin, habe ich versprochen, als erstes mein Sportabzeichen zu machen. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das ein Fehler gewesen ist.“
Den Schülern empfahl er mit einem Augenzwinkern:
„Wenn Ihr heute nach Hause kommt, erzählt einfach mal Eure Eltern, wie toll das hier gewesen ist und fragt sie, wie sie es mit dem Sport halten. Und wenn Ihr dann ein doofes Gesicht bekommt, lacht einfach.“
Die beiden Sportbotschafter begleiteten die Schüler an den Stationen des Deutschen Sportabzeichens, feuerten an und gaben praktische Tipps. Auch die Ehrengäste waren sportlich gefordert: DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke, Oberbürgermeister Daniel Keip, Christian Braune vom LSB Brandenburg, Sportbotschafter Léon Schäfer und die beiden Moderatoren traten zu einem Wettschwimmen im 25m Schwimm-Court direkt auf dem Beetzsee an. Sieger wurde Otto Fricke – die Zeit von 16,00 Sekunden reichte für Gold.
Oberbürgermeister Daniel Keip blieb gleich im Wasser, legte seine Ausdauerprüfung ab und bekam anschließend von Otto Fricke das Deutsche Sportabzeichen in Gold überreicht: „Es war anstrengender als gedacht – vielleicht sollte ich mir einen Hometrainer ins Büro stellen. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“
Das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Die Sparkassen-Finanzgruppe hatte eine Reaktions- und eine Wurfwand dabei, weitere Mitmachangebote umfassten unter anderem eine Hüpfburg und einen Kletterberg, eine Sommer-Eisstockbahn, 4er-Bungee, einen Rollstuhlparcours und Zielwurf für Menschen mit Behinderung. Informieren konnten sich die Teilnehmenden unter anderem an Ständen der Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam und der Special Olympics Brandenburg.
Bei den hochsommerlichen Temperaturen gab es natürlich ein weiteres Highlight: den 25m Schwimm-Court auf dem Beetzsee.
Auf den Stellenwert des Sports in seiner Stadt angesprochen, meinte Oberbürgermeister Daniel Keip:
„Wir sind hier eine Sportstadt. Über 10.000 Menschen sind in Sportvereinen organisiert und jedes Wochenende ist sportlich etwas los – eine Regatta, eine Meisterschaft, ein Wettkampf – da kann man als Oberbürgermeister schon stolz sein. Und jetzt machen wir uns noch als Teil der Berliner Bewerbung auf den Weg nach Olympia.“
Sebastian Bradke ist Geschäftsführer des Stadtsportbundes Brandenburg an der Havel und hat den Tourstopp organisiert:
„Ich bin erleichtert und schaue mit einem glücklichen Gefühl auf diesen Tag zurück. Alle waren motiviert, fast alle angemeldeten Schulklassen sind gekommen. Schönes Wetter, begeisterte Kinder – und keine Schäden oder Ausfälle. Ein großes Dankeschön an die 120 Freiwilligen und Ehrenamtlichen, die uns gestern und heute unterstützt haben und an die Menschen von der Lebenshilfe, die uns begleitet haben.“
















