Pressemitteilung vom 19.10.2026


Die Wasserentnahme aus Flüssen und Seen war im Sommer untersagt, die Grundwassernutzung zeitweise eingeschränkt. Die Stadt Brandenburg an der Havel erklärt, warum solche Maßnahmen auch künftig notwendig sein können und wie es weitergeht.
Brandenburg an der Havel ist eine wasserreiche Stadt. Doch die Messungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Grundwasserstände sinken und die Havel in den Sommermonaten immer wieder zu wenig Wasser führt. Seit dem trockenen Sommer 2018 konnten sich die Grundwasservorräte trotz zwischenzeitlich regenreicher Monate nicht dauerhaft erholen. Auch in diesem Jahr blieb die erhoffte Entspannung aus: Seit Anfang Juni floss in der Havel weniger Wasser, als für einen gesunden Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen erforderlich ist.
Diese Veränderungen sind nicht allein auf einzelne trockene Jahre zurückzuführen. Sie sind Teil einer längerfristigen Entwicklung, die den Wasserhaushalt der Region zunehmend belastet.
Das hat die Stadt im Sommer getan: Einschränkungen zum Schutz der Wasserressourcen
Vor diesem Hintergrund hat die Stadt die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern und die Grundwassernutzung vom 1. Juli bis zum 30. September 2026 eingeschränkt. Damit sollten zusätzliche Belastungen des ohnehin angespannten Wasserhaushalts vermieden werden.
„Die untere Wasserbehörde zieht hinsichtlich der Einhaltung der Regelungen eine positive Bilanz. Bei Kontrollfahrten wurden keine Verstöße festgestellt. In begründeten Einzelfällen konnten Ausnahmen zugelassen werden.
Die Einschränkungen allein beheben den Wassermangel nicht. Sie helfen aber, unsere Grundwasservorräte zu schonen und die Gewässer in besonders trockenen Zeiten vor zusätzlichen Wasserentnahmen zu schützen. Dafür danke ich allen, die sich an die Regeln gehalten haben,“
erklärt Oberbürgermeister Daniel Keip.
Das plant die Stadt als Nächstes: Wasserknappheit bleibt eine Herausforderung
„Die zeitweisen Einschränkungen sind ein wichtiger Baustein im Umgang mit zunehmender Trockenheit. Darüber hinaus müssen wir dafür sorgen, dass Regenwasser besser vor Ort versickern kann. Unsere Böden sollen mehr Feuchtigkeit speichern. Und wir alle sollten sparsam mit der Ressource Wasser umgehen,“
sagt Keip.
Die geplante Klimaanpassungsstrategie der Stadt wird sich deshalb unter anderem mit dem Umgang mit Trockenheit, Hitze und Wasser beschäftigen.
„Außerdem planen wir eine Stelle für Wassermanagement. Sie informiert, berät und bringt Beteiligte in der Arbeitsgruppe „Wasser“ zusammen. Unser Ziel ist eine Schwammstadt: Sie nimmt Regenwasser auf und speichert es, statt es abzuleiten,“
erklärt Amtsleiter Martin Dornblut (Amt für Bauleitplanung, Naturschutz und Baurecht).
Die Stadt beobachtet die Entwicklung des Wasserhaushalts weiter und informiert über notwendige Maßnahmen und deren Hintergründe.
















