Humboldthain: Grünanlage im Stadtzentrum
Im 19. Jahrhundert wurde der baumbestandene Promenadenweg im Humboldthain zu einer Volksparkgestaltung entwickelt.
Anlässlich des 100. Geburtstages des Naturforschers Alexander von Humboldt (* 14. September 1769; † 6. Mai 1859) war der Höhepunkt der Gestaltung die Inszenierung des Humboldthains. Dies wurde mit fremdländischen Gehölzen, botanischen Beschilderungen und einem Humboldtdenkmal erreicht.
Die Pflanzenvielfalt im Inneren der Anlage wurde durch kleinteilig geführte Wege erlebbar. Die Ergänzung der Anlage mit einem landschaftlich gestalteten Teich, Springbrunnen und Skulpturen erhöhte 1896 die Aufenthaltsqualität weiter. Eine weitere Besonderheit des Humboldthaines war die zweifache gestalterische Unterbrechung des ehemaligen Johannespromenadenweges durch ein Rondell. Diese mit Rotdorn bzw. Blumen und Rosen geschmückten Plätze betonten den Charakter des Verweilens.
In den 1920er und 1930er Jahre setzten Vereinfachungen des Wegesystems ein. Nach den schweren Kriegsschäden erfolgten in den 1950er und 1960er Jahren weitere Umgestaltungen. Die prägenden Veränderungen, wie zum Beispiel der „Froschteich“, sind heute erhaltenswerte Bestandteile des Denkmals.
















