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Wirkung durch Technik: Medizinische Innovationen beim BraIn prämiert

Mitteilung vom 22.04.2026

Blick auf Publikum und Bühne.
Blick auf Publikum und Bühne.
Daniel Keip und THB-Präsident Prof. Dr. Andreas Wilms im Dialog.
Daniel Keip und THB-Präsident Prof. Dr. Andreas Wilms im Dialog.
Teilnehmer und Förderer des BraIn-Preises.
Teilnehmer und Förderer des BraIn-Preises.
Vorstellung der Spielbau- und BfAA-Projekte.
Vorstellung der Spielbau- und BfAA-Projekte.
Saalansicht.
An den Tischen kam es in den Pausen zu angeregten Gesprächen.
An den Tischen kam es in den Pausen zu angeregten Gesprächen.

Innovationen in der Medizintechnik standen in diesem Jahr besonders hoch im Kurs beim BraIn, dem Brandenburger Innovationspreis. Beide Siegerprojekte in den Kategorien Innovation und Startup hatten einen medizinischen Hintergrund. Insgesamt sind am im Rahmen des Technologie.Transfer.Tages. der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) zehn Teams mit ihren Ideen gegeneinander angetreten.

Gleich zweimal erfolgreich waren dabei Stine Hecht und Neele Hecht mit ihrem Startup PAPS. Neben dem Startup-Award gewannen sie auch einen Sonderpreis PAPS möchte mit einem digitalisierten Scanverfahren den maßgeschneiderten Zahnschutz im Sport bezahlbar machen. Bisher nutzen 70 Prozent aller Sportler Standard-Zahnschutze, weil professionelle Maßanfertigungen zu teuer sind, berichtete Zahnärztin und Hockeyspielerin Stine Hecht.

Bemerkenswert war auch der Auftritt von Ayla Wilson-Mundt und Käthe Pietrusky. Die Schülerinnen des Gymnasiums Wittstock stellten mit MicroSpin eine Papierzentrifuge zur Bluttrennung und Blutbildanalyse vor. Damit wollen sie die medizinische Diagnostik in unterversorgten Regionen der Welt vereinfachen und somit verbessern. Das Vorhaben brachte ihnen den Sieg in der BraIn-Kategorie Innovation. Die siegreichen Teams bekamen jeweils ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro sowie City Schexs im Wert von 100 Euro. Auch die Plätze 2 und 3 wurden prämiert. Dank der Unterstützung durch Sponsoren konnten insgesamt 12.000 Euro an Preisgeldern verteilt werden.

Eingebettet war der BraIn – Brandenburger Innovationspreis in den Technologie.Transfer.Tag. der THB. Professorinnen und Professoren der Hochschule gaben dem Publikum hierbei unter anderem wissenschaftliche Einblicke in aktuelle Forschungsthemen. So referierte Prof. Dr. Andreas Jechow zum Thema „Wie maßgeschneiderte Straßenbeleuchtung Ökosysteme schützt“ und der Vortrag von Prof. Dr. Kirsten Harth hieß „Verflixt und zugestopft! – Von Silos und Menschenmengen“. In einem Science Slam blickte Prof. Dr. Georg Merz auf die „Mathematik des Datings“ und Prof. Dr. Martin Wrobel gab unter dem Titel „Growth Hacking“ Impulse aus der Startup-Praxis.

Ein Panel-Talk zeigte außerdem auf, wie die THB in Kooperationsprojekten mit externen Partnern zusammenarbeitet. Konkrete Einblicke gaben hierbei Prof. Dr. Emanuel Kitzelmann und Dr. Katja Orlowski, die in unterschiedlichen Projekten mit der Spielbau GmbH kooperierten. Deren Geschäftsführer Mathias Grossmann spiegelte die Perspektive des Unternehmens wider. Auch ein gemeinsames Projekt mit dem Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA) war Thema des Talks. Für das BfAA berichteten Sandra Henzschel und Katarina Baier-Treffehn über die Zusammenarbeit, für die THB stand Prof. Dr. Katharina Frosch Rede und Antwort.

Wie wichtig das Zusammenwirken verschiedener lokaler Partner für die Entwicklung der Region ist, stellten Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip und THB-Präsident Prof. Dr. Andreas Wilms bereits bei der Eröffnung des Technologie.Transfer.Tages. heraus. Der Wissenstransfer aus der Hochschule in die Wirtschaft sei dabei ein zentrales Anliegen der THB, sagte Andreas Wilms. Daniel Keip machte deutlich, dass es wichtig ist, die unterschiedlichen Akteure schon frühzeitig und auf verschiedenen Ebenen zusammenzubringen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu profitieren. Für ihn sei spannend, was die THB leisten kann, um die ortsansässigen Firmen auf den Zukunftsfeldern zu begleiten. Er warb bei den anwesenden Unternehmern für eine Beteiligung an „Jugend forscht“, bei dessen Regionalwettbewerb gern wieder mehr Initiativen aus der Havelstadt an den Start gehen sollten. Für Keip aktuell spannend ist auch, wie Künstliche Intelligenz Prozesse unterstützen und beschleunigen kann. Hier sei die THB in ihrer KI-Expertise führend in der Region und gern gesehener Partner.

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