Presseinformation

11.03.2019

Frauen, die sich einmischten

Sonderführung im Stadtmuseum Brandenburg an der Havel zum Thema „Frauen übernehmen politische und gesellschaftliche Verantwortung“ am Mittwoch, dem 20.03.2019 um 15.30 Uhr im Rahmen der 29. Frauenwoche

Gertrud Piter mit Schwester Foto: Stadtmuseum

Als im August 1919 die Weimarer Verfassung in Kraft trat, stand im Artikel 109, Absatz 2: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“

Die verfassungsgebende Nationalversammlung wurde nicht nur das erste Mal auch von Frauen gewählt, es wurden auch das erste Mal Frauen in ein deutsches Parlament gewählt. Von den 423 Abgeordneten waren 37 Frauen.

Schon am 22. November 1918 begrüßten die Brandenburger Frauen auf einer „öffentlichen Frauenversammlung“ ihr neues Wahlrecht. Im Bericht des Brandenburger Anzeigers am 30. November 1918 hieß es: „[Die Frauen Brandenburgs] erkennen es als ihr Recht und ihre Pflicht, die Zukunft des Vaterlandes mitzubestimmen und mit den Männern zusammenzuwirken für eine gesunde Entwicklung und einen gerechten sozialen Aufbau des werdenden Staates.“

Aus Brandenburg kandidierte Else Fisch auf der Wahlliste der Deutschen Demokratischen Partei für die Nationalversammlung. Ihr vierter Listenplatz ermöglichte ihr nicht den Einzug in die Nationalversammlung. Eine andere in Brandenburg aktive Frau schaffte es in die Nationalversammlung. Anna Simon von der SPD war Arbeiterin, dann Angestellte beim Textilverband und später arbeitete sie für die Volksfürsorge.

Am 1. März 2019 startete unter dem Motto „Hälfte / Hälfte – ganz einfach“ in Brandenburg an der Havel die 29. Frauenwoche. Schon 2014 konnte eine erfolgreiche Kooperation mit dem Stadtmuseum Brandenburg an der Havel realisiert werden. Damals wurden 5 Porträts Brandenburger Frauen in einer Ausstellung präsentiert. Im Rahmen der Sonderausstellung „Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung – Lebenswege entlang gesellschaftlicher Umbrüche in der Stadt Brandenburg an der Havel“ wird am Mittwoch, dem 20. März 2019 ab 15.30 Uhr eine Sonderführung zum Thema „Frauen übernehmen politische und gesellschaftliche Verantwortung“ im Stadtmuseum in der Ritterstraße 96 stattfinden. In der Ausstellung wird die Geschichte des 20. Jahrhunderts von 1918/19 bis 1989 anhand von Brandenburger Biografien gezeigt. In der Führung soll besonders auf die Lebensläufe der Frauen eingegangen werden.

Sonderführung: „Frauen übernehmen politische und gesellschaftliche Verantwortung“
Wann:                 20.03.2019, 15.30 Uhr
Wo:                     Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, Ritterstraße 96, 14776 Brandenburg
Eintritt:               3,00 €/1,50 € ermäßigt/Kinder und Jugendliche frei
Veranstalter:      Stadtmuseum Brandenburg an der Havel in Zusammenarbeit mit Kornelia Köppe, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Brandenburg an der Havel