Molkenmarkt, 2. BA (zwischen Haus Nr. 12 und 33)

Art der Maßnahme: Neubau / Rekonstruktion
Geplanter Bauzeitraum: 21.06.2021 bis 08.10.2021

Projektleiter/in:
Frau Wenzelewski, Fachgruppe Straßen und Brücken
Tel.: (03381) 586379
E-Mail: ute.wenzelewskistadt-brandenburg.de

Aktueller Stand: Bauarbeiten abgeschlossen

Statusupdate

Stand: 22.02.2022 
Das Bauvorhaben kann coronabedingt erst Anfang März fertig gestellt werden.

Statusupdate

Stand: 01.12.2021
Auf Grund von Lieferschwierigkeiten bei den Natursteinmaterialien kam es zu Verzögerungen bei der Ausführung der Pflasterarbeiten. Ab der kommenden Woche (49. KW) werden die Arbeiten fortgeführt und mit der Verlegung der großformatigen Natursteinplatten begonnen. Ab der 50. KW erfolgt dann die Pflasterung mit Mosaikpflaster. Die Gesamtfertigstellung für den Molkenmarkt, 2. BA ist für Ende Januar 2022 geplant, Voraussetzung sind entsprechende Witterungsverhältnisse.

Hintergrund der Bauarbeiten

Nach der Neugestaltung des Molkenmarktes 1. BA im Jahr 2019 folgt nun mit dem Straßenbau des 2. BA die Fertigstellung des gesamten Areals. Der hier beschriebene Abschnitt zwischen den Häusern Nr. 12 und 33 - 35 bildet einen inselartigen Baublock und mündet jeweils an den Molkenmarkt an. Die Verkehrsfläche wurde zuletzt von der Fleischerei Ewald genutzt. Neben dem Hofgelände befand sich auch ein Imbiss, der im Juli 2019 abgerissen wurde. Jetzt soll auf dieser Fläche eine Durchwegung für Fußgänger mit Aufenthaltsfunktion entstehen, was den städtebaulichen Zielvorgaben entspricht. Der Innenhof hat eine Breite von ca. 5,80 m bis 9,00 m und ist teilweise mit Natursteinpflaster (Mosailpflaster, Großpflaster) befestigt, die übrigen Flächen sind unbefestigt. Durch den schlechten Zustand der Verkehrsanlage kann auch eine Entwässerung im gegenwärtigen Zustand nur geringfügig gewährleistet werden. Aus diesen Gründen erfolgt die grundhafte Erneuerung des gesamten Bereiches. Der Gehweg wird mit einer Ausbaulänge von ca. 40 m neu hergestellt. Vorgesehen ist ein Querschnitt mit einem Gehband aus großformatigen Granitplatten in einer Breite von 1,0 m. Die Restflächen werden mit Mosaikpflaster aus Granit in Ausbaubreiten von ca. 1,0 bis 5,00 m befestigt.

Die zu befestigenden Flächen für den Molkenmarkt, 2. BA erhalten folgende Aufbauten:

Gehweg:
•    12 cm Naturstein-Großplatten (Granit)
•      8 cm Pflasterbettungsmörtel
•    20 cm Schottertragschicht, Schotter-Splitt-Gemisch 0/45
•      1 Lage Geogitter PET 40/40
40 cm Gesamtaufbau


Sicherheitsstreifen & Restflächen:
•     6 cm Mosaikpflaster (Granit)
•     4 cm Pflasterbettung 0/5 Splitt
•    30 cm Schottertragschicht, Schotter-Splitt-Gemisch 0/45
•      1 Lage Geogitter PET 40/40
40 cm Gesamtaufbau

Streifen an Gebäuden:
•      6 cm Mosaikpflaster (Granit)
•      5 cm Drainfähiger Pflasterbettungsmörtel
•    29 cm Schottertragschicht, Schotter-Splitt- Gemisch 0/45
•      1 Lage Geogitter PET 40/40
40 cm Gesamtaufbau

Zusätzlich wird am Fahrbahnrand Molkenmarkt/Neustädtischen Markt (gegenüber Haus
Nr. 14) ein Parkstand als Ladefläche zum Be- und Entladen eingerichtet.

Aufbau der Ladefläche:
•    14 cm Naturstein-Großpflaster
•      4 cm Pflasterbettung 0/11 Splitt
•    32 cm Schottertragschicht aus Schotter/Splitt-Gemisch 0/45
•      1 Lage Geogitter PET 40/40
50 cm Gesamtaufbau

Das Oberflächenwasser wird entsprechend der Querneigung des Gehweges sowie der Seitenbereiche in die geplanten 5 Baumscheiben geleitet. Die Baumstandorte sind als sogenannte Baumrigolen auszuführen. Unter jedem Baum wird eine Rigole in 1,50 m Tiefe mit den Abmessungen 2,0 x 2,0 x 1,0 m angeordnet. Als Ausstattung für den Innenhof sind drei Parkbänke sowie zwei Abfallbehälter vorgesehen. Des Weiteren sind sechs Anlehnbügel für Fahrräder geplant. Die Straßenbeleuchtung wird im Zuge der Baumaßnahme durch 2 Schinkelleuchten mit LED- leuchtmitteln erweitert. Die Straßenbaumaßnahme Molkenmarkt, 2. BA liegt im Bereich des Bodendenkmals Brandenburg-Neustadt mittelalterlicher Ortskern nach § 2 (4) des Brandenburgischen Denkmalgesetzes (BrbDSchG) und ist entsprechend § 3 BrbDSchG als Bodendenkmal Nr. 4000 in die Denkmalliste eingetragen.  Die Fläche gehört zum mittelalterlichen Stadtkern der Neustadt mit einer neolithischen und bronzezeitlichen Besiedlung. Auf Grund des vorhandenen Bodendenkmals ist eine archäologische Baubegleitung während der Bodeneingriffe notwendig. Für die gesamten Baumaßnahme ist eine Vollsperrung vorgesehen. Der Straßenverkehr wird nicht beeinträchtigt.
 

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