Tag des offenen Denkmals®
Alljährlich am zweiten Septembersonntag findet der bundesweite "Tag des offenen Denkmals®" statt. Die diesjährige Kulturveranstaltung stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unter das Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.
Dass Denkmale nicht nur ästhetisch und historisch interessant sein können, sondern auch unverzichtbar und nützlich, zeigt eindrucksvoll die erst kürzlich eröffnete Universitätsklinik für Zahnmedizin im ehemaligen Elektrizitätswerk Brandenburg. Bei Architekturführungen können Besuchende Einblicke in die gelungene, denkmalgerechte und zukunftsweisende Umnutzung des Industriebaus gewinnen.
Die Vielzahl der in der Stadt Brandenburg an der Havel am 13. September 2026 geöffneten Denkmale erweisen sich bei näherer Betrachtung sämtlich als wichtige Zeugnisse historischer Infrastruktur, die bis heute wesentliche Bestandteile der Daseinsfürsorge und des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind. So wie die Kunsthalle Brennabor in den ehemaligen Fabrikgebäuden der Gebrüder Reichstein, die Verwaltungsstandorte im Altstädtischen Rathaus sowie im Jugendstilwohnhaus des Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann, das Stadtmuseum im ehemaligen Sitz der Regimentskommandeure, der historische Hafen, die Klinik- und Justizgebäude auf dem Görden, das Krematorium, der Neustädtische Friedhof, die großen Stadtkirchen und kleinen Dorfkirchen, Telegraphenstationen und viele nennenswerte Beispiele mehr.
Das abwechslungsreiche Programm zum Tag des offenen Denkmals® hält frisch Restauriertes, wie auch Vertrautes unter neuen Blickwinkeln, fundierte Informationen, anregende und künstlerische Erlebnisse und schmackhafte Überraschungen bereit.
Bürgermeister Michael Müller lädt herzlich dazu ein, die Stadt Brandenburg an der Havel am "Tag des offenen Denkmals®" neu zu erkunden und dankt allen, die mit großem Engagement ihre Denkmale der Öffentlichkeit präsentieren:
„Sie alle bereichern in einmaliger Weise das gesellschaftliche Leben unserer Stadt, schützen Kulturgut und tragen Verantwortung für die infrastrukturelle Versorgung Brandenburgs. Ihr persönlicher Einsatz ist unersetzlich und verdient großen Dank.“
Überblick der teilnehmenden Baudenkmale
Gotthardtkirchplatz 8
14770 Brandenburg an der Havel

Hier befindet sich:
Katharinenkirchplatz 13
14776 Brandenburg an der Havel

Hier befindet sich:
Burghof 9
14776 Brandenburg an der Havel

Hier befindet sich:
Altstädtischer Markt 10
14770 Brandenburg an der Havel

Hier befinden sich:
- Rathaus und Roland
- Rolandsaal
- Büro des Oberbürgermeisters / Beauftragte
- Gleichstellungsbeauftragte
- Beauftragte für Integration und für Menschen mit Behinderungen
- Rechtsamt/Büro SVV
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Persönlicher Referent des Oberbürgermeisters
- Datenschutz- und IT-Sicherheitsbeauftragte
- Geschäftsbereich Bürgermeister Michael Müller
- Geschäftsbereich Oberbürgermeister Daniel Keip
- Arbeitssicherheit
- Kinder- und Jugendbeauftragte
- Bürgerbeauftragte
Plauer Straße 6
14770 Brandenburg an der Havel
Bauhofstraße 2G
14776 Brandenburg an der Havel
Historische Innenstadt – Dominsel
(1) Dom St. Peter und Paul, Burghof
Domkirche, Grundsteinlegung 1165. Errichtung von Chor, Apsis und Querschiff, Einbau einer Krypta und Vollendung des Langhauses um 1200. Um 1230 Westwerk, Bunte Kapelle und Sakristei. Im 15. Jahrhundert Erhöhung des Kirchenschiffes, Einwölbung und Chor. Umfassende Restaurierung in der Schinkelzeit.
Fortlaufende Instandsetzungsmaßnahmen, 2013-2014 Restaurierung des Innenraums, zur Zeit Restaurierungsmaßnahmen an der Westfassade.
Geöffnet: 11:30 bis 17 Uhr.
Kanzelrede: 10:30 Uhr zum Thema Technik und Ethik, Ingenieurwissenschaftliche Freiheit und Verantwortung, Märchenzauber in der Bunten Kapelle: 12, 13 und 14 Uhr, Sonderführung: Die Hochaltäre des Brandenburger Domes um 15 Uhr, (max. 25 Personen, Voranmeldung erbeten bis zum 9. September 2026 per E-Mail: infodom-brandenburg.de).
Ausstellung „Mythos Maria“ im Dommuseum, Dommuseums- und Domrallye (für Kinder ab 5 Jahren).
Kuchenbasar der Evangelischen Grundschule: 14 bis 17 Uhr.
(2) St. Petrikapelle, St. Petri
Standort der 1136 nachgewiesenen Burgkapelle, seit 1320 Pfarrkirche der Dominsel, als einschiffige turmlose Saalkirche im 13. Jahrhundert begonnen.
Spitzbogige Fenster und Blenden gliedern die Fassaden, Turm und Westgiebel des 15. Jahrhunderts wurden wegen Baufälligkeit 1849 abgetragen.
Um 1520 Ausstattung mit einem böhmischen Zellengewölbe anstelle des ursprünglichen hölzernen Tonnengewölbes.
Geöffnet: 11:30 bis 17 Uhr.
Historische Innenstadt – Altstadt
(3) Evangelische Kirche St. Gotthardt, Gotthardtkirchplatz
Pfarrkirche, Gründungsbau um 1150, spätgo-tische Hallenkirche mit romanischem West-werk und barocker Turmhaube, reiche und in seltener Geschlossenheit erhaltene Ausstat-tung aus frühprotestantischer Zeit, 2025 Res-taurierung der Einhorntapisserie von ca. 1470/80, Taufkirche des Vicco von Bülow alias Loriot.
Geöffnet: 12 bis 17 Uhr.
Familiengottesdienst: 10:30 Uhr mit Band Kreuz & Quer, Turmbesteigung und Führungen nach Bedarf, nachmittags Kuchenbasar der Kita St. Gotthardt.
(4) Altstädtisches Rathaus & Ordonnanzhaus, Altstädtischer Markt 10
Um 1468 anstelle eines Vorgängerbaus des 13. Jahrhunderts errichtetes Rathaus der Altstadt Brandenburg, nach Vereinigung von Alt- und Neustadt wiederholt umgenutzt und umgebaut, ab 1902 Wiederentdeckung der mittelalterlichen Strukturen, 1911/12 als städtisches Festhaus hergerichtet. Benachbart das sogenannte „Ordonnanzhaus“, ein bereits um 1300/10 als Backsteinbau errichtetes Bürgerhaus, um 1470/80 aufgestockt und luxuriös ausgebaut. Beide Bauwerke 2007 nach Leerstand und umfangreichen Sanierungsarbeiten als zentraler Verwaltungssitz der Stadtverwaltung wiedereröffnet.
Führungen: 10 Uhr und 11 Uhr, Besichtigung der mittelalterlich geprägten Räume im Ordonnanzhaus und des Rolandsaals.
(5) Wohnhaus E. P. Lehmann, Plauer Straße 6
Kernbau des 18. Jahrhunderts, 1901/02 von Bruno Möhring in Jugendstilformen umgebaut und individuell neugestaltet, Fassade und Innenausstattung unter anderem Vestibül mit Holzvertäfelung, Treppenhaus mit Farbfenstern, Speisesaal mit Vertäfelung und Deckengestaltung. Die Durchfahrt zum Hof macht das Gebäude zu einem Hauptdenkmal des Jugendstils im Land Brandenburg.
Führungen: 10 Uhr, 11 und 12 Uhr, Besichtigung des Jugendstiltreppenhauses und des ehemaligen Speisesaals
(6) Stadtmuseum im Frey-Haus, Ritterstraße 96
1723 für Oberst J. D. v. Massow, Kommandeur des hier stationierten Regiments Friedrich Wilhelm I., errichtet. 1751 von König Friedrich II. zum Frey-Haus erklärt. Bis 1806 Wohnsitz der Regimentskommandeure, einziges vollständig erhaltenes barockes, bürgerliches Hofensemble der Stadt. 1912 Erwerb durch Spielzeugfabrikant Ernst Paul Lehmann, 1922 Übergabe an den Historischen Verein, 1923 Eröffnung der ersten Ausstellung zur Stadtgeschichte.
Geöffnet: 13 bis 17 Uhr.
Führungen: 14 und 16 Uhr, Führungen durch die Sonderausstellungen, Kinderprogramm.
Historische Innenstadt – Neustadt
(7) Historischer Hafen Brandenburg, Am Packhof
Ehemaliger Hafen der Wiemann-Werft mit historischen Schiffen: zum Beispiel Lina Marie, Fischtransporter Baujahr 1901; Luise, Schraubenschleppdampfer Baujahr 1910; Schwimmdampfbagger RAWA 02 Baujahr 1903 (technisches Denkmal).
Geöffnet: 10 bis 17 Uhr.
Kurze Ausfahrten mit den historischen Schiffen (Lina Marie und Luise) nach Bedarf, Kaffee und Kuchen, Grillwurst.
(8) Evangelische Kirche St. Katharinen, Katharinenkirchplatz
Pfarrkirche ab 1217 nachweisbar, romani-scher Vorgängerbau, heutiges Erscheinungsbild geht auf den Stettiner Baumeister Hinrich Brunsberg zurück, der die Kirche 1395-1401 errichten ließ, Hauptwerk der norddeutschen Backsteingotik. Dreischiffige Hallenkirche mit polygonalem Umgangschor und mittelalterlichen Wand- und Deckenmalereien. Spätgotischer Doppelflügelaltar von Gerard Weger 2023/24 restauriert, reiche Ausstattung mit Epitaphien des 16. bis 18. Jahrhunderts, vielfältige Orgelanlage „Tokatha“.
Geöffnet: Kirche 11:30 bis 16:30 Uhr, Kirchturm 10 bis 17 Uhr.
Kirchenentdecker-Gottesdienst: 10:30 Uhr, Konzert: 12 Uhr Mittagsmusik – Orgelkonzert (Tokatha), 10-16 Uhr Kuchenbasar & kleiner Trödelmarkt.
(9) Kirche Heilige Dreifaltigkeit, Neustädtische Heidestraße 24
1849/1851 als erster katholischer Kirchenbau nach der Reformation errichtet, nach Zerstörung im II. Weltkrieg vereinfachender Wiederaufbau 1947-49 ohne Turmspitze, Neuausmalung 1961, weitere Modernisierung 1971, Sanierung und Neugestaltung des Kirchenraums 1996-2004, 2006 neu geschaffene Kirchenfenster des Glaskünstlers Graham Jones, erneute Innenraumsanierung mit Erweiterung der Empore 2023/2024.
Geöffnet: 12 bis 18 Uhr.
Führungen: auf Anfrage, 17 Uhr Orgelmusik und Erläuterungen zum Orgelprojekt der Gemeinde.
(10) Steintorturm, Steinstraße
Errichtet erste Hälfte des 15. Jahrhunderts, Höhe 32,5 m, Durchmesser 11 m. Größter Stadtturm der Befestigung der Brandenburger Neustadt. Teil des Stadtmuseums mit Ausstellung zur Schifffahrtsgeschichte.
Geöffnet: 13 bis 17 Uhr
Turmaufstieg, 15 Uhr Führung durch die Ausstellung.
Äußere Stadtteile – Vorstädte
(11) Ehemaliges Elektrizitätswerk, Bauhofstraße 2G
Elektrizitätswerk 1901 von der Stadt errichtet, mehrere Erweiterungen und Umbauten; Baukörper von 1912 zeigt Hinwendung der zeitge-nössischen Industriearchitektur zu sachlichen und gleichzeitig repräsentativen Formen, ehemaliges Heizhaus mit Resten des Ursprungsbaus und gotischen Stilelementen; nach über 30jährigen Leerstand, Feuchteschäden und Vandalismus schlechter Erhaltungszustand, 2013/14 Dachsicherung, 2024-2026 Sanierung, Umnutzung und Aufstockung der ehemaligen Maschinenhalle als Universitätsklinik für Zahnmedizin der Medizinischen Hochschule Brandenburg.
Geöffnet: 10 bis 16 Uhr.
Architekturführungen: 10:30, 12:15 und 14 Uhr, Teilnehmerzahl begrenzt auf jeweils 20 Personen (Treffpunkt Haupteingang).
(12) Wredow-Kunstschule und Jakobskapelle, Wredowplatz 1
Ziegelbau mit Schaufassade zum Jakobsgraben, Stiftung des in Brandenburg geborenen Bildhauers August Wredow (1804-1891). Eingeweiht 1878, Lehrstätte zur Förderung des Brandenburger Handwerks und Kunstgewerbes mit Bibliothek und Kunstsammlung. 1990 wiederbegründet, Kunstschule.
Kapelle des 1898 abgerissenen Jakobshospitals. 1349 Ersterwähnung, Westturm des 15. Jahrhunderts., 1892 im Zuge einer Straßenverbreiterung 11 m nach Westen verschobene sogenannte „Verrückte Kapelle“. Im Jahr 2000 Übernahme durch die Stiftung Wredow'sche Zeichenschule. 2022 Abschluss der Restaurierung, Innenraum mit überraschenden Baubefunden.
Geöffnet: 11 bis 16 Uhr
Stündliche Führungen durch die Zeichenschule und Besichtigung der Jakobskapelle, Präsentation des Schülerprojekts Artwalks-thematische Spaziergänge zu Kunstwerken im öffentlichen Raum.
(13) Neustädtischer Friedhof, Kirchhofstraße 38
1740 als Ersatz für die Kirchhöfe St. Katharinen und St. Pauli angelegt, 1880 Hauptwegenetz, Haupteingangstor von 1937. Friedhofskapelle von 1908 nach Entwurf von Walter Sackur, zahlreiche qualitätvolle denkmalgeschützte Grabmäler des 18. bis 20. Jahrhunderts, Grabdenkmal Leue zur Zeit in Restaurierung.
Geöffnet: 8 bis 20 Uhr.
Führung: 10 Uhr: Was haben Vorstellungen von einer idealen Stadt und der Neustädtische Friedhof gemeinsam? (Treffpunkt Friedhofskapelle)
13 Uhr: „An Gräbern gelesen“: Sagen aus Brandenburg (Treffpunkt Friedhofskapelle).
(14) Brennaborwerke, Kunsthalle Brennabor, Geschwister-Scholl-Straße 12
Weitläufiger Industriekomplex aus stattlichen roten Ziegelbauten. Zunächst 1871 Gründung einer Werkstatt für Korbkinderwagen durch die Gebrüder Reichstein am Neustädtischen Markt, mit Betriebserweiterung erfolgte Standortverlagerung für Fahrrad-, Motorrad-, Auto- und Rüstungsproduktion.
Kunsthalle im 1888 errichteten ältesten erhaltenen Gebäudeteil. Moderne und repräsentative Industriearchitektur aus verschiedenen Bauphasen, schrittweise Sanierung seit 2000 für verschiedene öffentliche und gewerbliche Nutzungen.
Geöffnet: 13 bis 18 Uhr
Kunstausstellung „Wechselwirkung“; 14 bis 18 Uhr Sonderausstellung und Vortrag „Bernd Reuters – Wegbereiter der Automobilwerbung“ in Kooperation mit dem Industriemuseum und dem 1. Brennaborverein Brandenburg an der Havel.
(15) Kirche St. Nikolai, Puschkinpark
(16) Krematorium, Willi-Sänger-Straße 17
1920 Gründung des Vereins für Feuerbestattung. Krematorium 1925-26 nach Entwurf von Moritz Wolf errichtet. Innenausstattung des Bildhauers Albert Caasmann fast vollständig erhalten. 2006 privatisiert. 1928 Friedhof nach Entwurf des Gartendirektors Keiser als öffentliche parkartige Gartenanlage konzipiert.
Geöffnet: 11 bis 15 Uhr.
Führungen nach Bedarf.
(17) Asklepios Fachklinikum, Anton-Saefkow-Allee 2
Ehemalige Landesklinik Brandenburg, 1911-15 mit 67 Gebäuden erbaut. Zugehörig Gärtnerei, Pflegerdorf und ein Gutshof mit umfangreichen Ländereien zur Selbstversorgung. Seit Anfang der 1990er-Jahre kontinuierliche Sanierung, 2006 privatisiert.
Museum zur Psychiatriegeschichte mit Dauerausstellung „Die Landesanstalt Görden 1933 bis 1945 – Psychiatrie im Nationalsozialismus“ sowie Fundusausstellung mit Alltagsgegenständen aus der Geschichte der Klinik.
11 und 14 Uhr historischer Spaziergang über das Klinikgelände mit anschließender Führung durch die Ausstellung (Treffpunkt Klinikein-gang, Zentrale Information).
(18) Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden, Anton-Saefkow-Allee 38
Zuchthaus erbaut 1928-35, genutzt seit 1933, nach 1937 drastische Überbelegung, ab 1940 Hinrichtungsstätte für politische Gefangene des NS-Regimes. Hier starben über 2.000 Menschen durch das Fallbeil. Seit 1975 Gedenkstätte, 2015-2018 Umbau des ehemaligen Direktorenwohnhauses für die Dauerausstellung der Gedenkstätte. Vollstreckung von über 2.000 Todesurteilen mittels Guillotine. Seit 1975 Gedenkstätte, 2015-2018 Umbau des ehemaligen Direktorenwohnhauses für die Dauerausstellung der Gedenkstätte, welche die Entwicklung des nationalsozialistischen Strafvollzugs vom Ende der Weimarer Republik bis zur Befreiung des Zuchthauses beleuchtet.
Geöffnet: 10 bis 17 Uhr.
Führung: 11 bis 13 Uhr mit anschließender Besichtigungsmöglichkeit des ehemaligen Hinrichtungsraums in der JVA (Anmeldung bis zum 4. September 2026 erforderlich per E-Mail: anmeldung-brbstiftung-bg.de oder Telefon (03381) 7935-113 bzw. -112. Ausweiskontrolle in der JVA, das Mitführen von Mobiltelefonen ist untersagt).
Äußere Stadtteile – Plaue, Kirchmöser, Neuendorf und Saaringen
(19) Schloss Plaue, Schloßstraße 27 a
Erbaut 1711-15, Ensemble gelegen in einem Schlosspark am Plauer See. Die barocke dreiflügelige Schlossanlage ist weitgehend unsaniert, doch teilweise gastronomisch und kulturell genutzt. 2010 Sanierung von Gästehaus und Schloss-Schänke.
Geöffnet: Park und Außenbereiche ganztägig.
Schlossführung: 12 Uhr (max. 40 Teilnehmer, Anmeldung erforderlich per E-Mail: ernerre-alace.de).
(20) Torhaus der ehem. Königlichen Pulverfabrik I in Kirchmöser, Unter den Platanen 1
Nordöstliches Torhaus errichtet 1915, das Torhäuschen bildete mit seinem Pendant den symmetrisch angelegten Nordeingang des Werkes. Der Zugang war damals durch Me-talltore gesichert. Heute befindet sich hier der Sitz des Heimat- und Telegraphenvereins Kirchmöser e.V.
Geöffnet: 10 bis 16 Uhr.
Besichtigung des Ortsmodells Kirchmöser, Ausstellung zur Telegraphie, Informationen zum Industrielehrpfad, Imbissangebot, eigen-ständige Besichtigung der Telegraphenstation auf dem Mühlenberg, Kindertelegraph.
(21) Kirche Neuendorf, Am Anger 4
Errichtet 1751-52 anstelle eines 1588 geweihten Vorgängerbaus. Rechteckiger Putzbau mit quadratischem Fachwerkdachturm. Wetterfahne von 1751. 1937 umfassende Erneuerung von Kirche und Turm, Kircheninneres 1953 und 1994 renoviert.
Kleine Landkirche aus friderizianischer Zeit mit Details aus der Bauzeit. Flügelaltar 1588, 1663 und 2006 restauriert. Kanzelaltar von 1751.
Geöffnet: 14 bis 16 Uhr.
(22) Dorfkirche Saaringen, Saaringer Dorfstraße 5
Errichtet 1796, Instandsetzung seit 1997. Schlichte barocke Dorfkirche, über dem Westgiebel quadratischer Turm mit Zeltdach, massiver Westwand und Fachwerkseitenwänden, erhaltene Ausstattung teilweise mittelalterlich.
Geöffnet: 12 bis 17 Uhr.
Turmbesteigung: 12 bis 16 Uhr.
Konzert: 16 Uhr.
Kuchen und Getränke auf der „Ablage“ an der Havel von 14 bis 17 Uhr.
Rückblick und Danksagung
Brandenburg an der Havel ist seit dem ersten bundesweiten „Tag des offenen Denkmals®“ dabei, um den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt sowie ihren Besucherinnen und Besuchern die überaus reiche und vielfältige Denkmallandschaft näher zu bringen.
Waren es 1993 mit dem St. Paulikloster und dem Industriemuseum ganze zwei Denkmale, die ihre Türen für Interessierte geöffnet haben, ist der zweite Sonntag im September inzwischen bei vielen Denkmaleigentümerinnen und Eigentümern, ehrenamtlichen Vereinen, Kirchengemeinden, Architektinnen und Architekten sowie anderen Engagierten ein fester Termin in ihrem Kalender.
„„Es ist einfach großartig, wie viele Eigentümer und Eigentümerinnen, Architekten und Architektinnen sowie Fördervereine und ehrenamtlich Tätige sich jedes Jahr die Zeit nehmen, ihre Denkmale als Zeugnisse der Vergangenheit für Interessierte zu öffnen. Ihnen ist es zu verdanken, dass wieder ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm an Denkmalen unterschiedlichster Art zusammengestellt werden konnte.““
würdigt Bürgermeister Michael Müller das Engagement.
Das diesjährige Programm zum Tag des offenen Denkmals® hält sicher für jeden etwas Reizvolles bereit. Überzeugen Sie sich selbst!
































































