Ausstellung „Ein gut Theil Eigenheit - Lebenswege (früher) Archäologinnen“ wird eröffnet

Veranstaltung

Ausgrabung auf dem Hasselberg bei Butzow
Ausgrabung auf dem Hasselberg bei Butzow, erkennbar ist Maria Bielefeld im langen Rock und zwei Arbeiter - Herta Bielefeld, Tinte auf Papier, 1925 Fotos: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel
Der Blick der Slawin
Der Blick der Slawin - FatimaDjamila, Tusche, Wasserfarben auf Papier, 2020 (FatimaDjamila)
Datum:
Mittwoch, 28.02.2024 um 17:00 Uhr
Ort:
Stadtmuseum Brandenburg an der Havel - Frey-Haus
Ritterstraße 96
14770 Brandenburg an der Havel

Im Rahmen der 34. Brandenburgischen Frauenwoche eröffnet am Mittwoch, 28. Februar 2024 um 17:00 Uhr, das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel die Ausstellung „Ein gut Theil Eigenheit - Lebenswege (früher) Archäologinnen“ im Frey-Haus in der Ritterstraße 96.

Gezeigt wird eine Wanderausstellung, die aus einem Forschungsprojekt des Historischen Institutes der Universität der Bundeswehr in Kooperation mit prominenten Partnern aus Forschung und Wissenschaft entstanden ist. Das Projekt AktArcha hatte zum Ziel, die Forschungsleistungen von archäologisch arbeitenden Frauen sichtbar zu machen. Ihre Biographien und Beiträge zur Entwicklung dieser wissenschaftlichen Fachrichtung zwischen dem 19. und 21. Jahrhundert wurde erforscht. Die Ergebnisse mündeten in die Gestaltung von Tafeln, die auf Wanderschaft geschickt wurden.

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel nahm das Angebot zum Anlass, zwei lokale Kapitel hinzuzufügen: Maria, Lucie und Herta Bielefeld, die archäologisch arbeitende Mutter und ihre beiden Töchtern als Dokumentarinnen der gemeinsamen Arbeit. Zwischen 1910 und etwa 1926 arbeiteten sie gemeinsam auf einer Vielzahl von Fundorten in einem Radius von bald 40 km um Brandenburg an der Havel. Funde, unzählige Blatt Zeichnungen und Beschreibungen verkauften sie 1943 an das Museum in Köthen mit seiner bekannten archäologischen Sammlung. Anfang der 1960er Jahre bearbeitete Berthold Schmidt, Prähistoriker aus Halle/Saale einen Teil, sorgte im Anschluss dafür, dass die „Bielefeld-Sammlung“ zurück nach Brandenburg an der Havel ins damalige Heimatmuseum kam.

Die Arbeit der drei Frauen, der drei Forscherinnen wurde in ihrer Zeit nicht entsprechend gewürdigt, in Publikationen zur Forschungsgeschichte der Region fehlen sie vollständig. In der Ausstellung sollen die drei Damen Bielefeld sichtbar werden.

Ein weiteres Kapitel mit den beiden Verbindungsgliedern „Kunst“ und „Archäologie der Region“ zeigen wir Illustrationen der Berliner Prähistorikerin und Künstlerin FatimaDjamila, einer gebürtigen Eberswalderin, die sich von der Landschaft ihrer Heimat sowohl künstlerisch als auch historisch inspirieren ließ. Schließlich studierte sie ebenfalls das archäologische Fach, ihre Herzensangelegenheit, die sie heute im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg an die Besucherinnen und Besucher vermittelt. Die Zeichnungen entstanden während des lockdowns und werden im Stadtmuseum erstmals öffentlich gezeigt.

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