Frauenwoche

Frauenwoche 2021 abgesagt

Obwohl überall große Anstrengungen zur Eindämmung der Infektionszahlen unternommen werden, wird die Corona-Pandemie sicherlich noch bis weit in das Jahr 2021 hinein den beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Alltag der Menschen in Brandenburg an der Havel und im ganzen Land beeinflussen. Von den Einschränkungen betroffen sind auch die städtische Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Köppe und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die unter "normalen" Bedingungen eigentlich schon seit November 2020 in der Vorbereitung der nächsten Ausgabe der Brandenburgischen Frauenwoche stecken würden.

"Da wegen der geltenden Hygienevorschriften und Kontaktbeschränkungen derzeit keine Treffen des Organisationsteams stattfinden können und diese auch in den ersten Wochen des neuen Jahres kaum möglich sein werden, haben wir uns schweren Herzen dazu entschieden, die 31. Brandenburgische Frauenwoche in unserer Stadt schon jetzt abzusagen" erklärt die Gleichstellungsbeauftragte im Dezember 2020 und fügt hinzu: "Es ist mir ein großes Bedürfnis, mich herzlich bei allen langjährigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für die Unterstützung, die motivierenden, emotionalen oder auch fachlichen Austausche zu bedanken. Im kommenden Jahr freuen wir uns auf neue Projekte und endlich wieder auf gemeinsame Veranstaltungen. Die Vorbereitungen für die 32. Brandenburgische Frauenwoche beginnen bereits im September 2021. Dann wird es uns zusammen gelingen, mit neuen Impulsen und Erfahrungen Gleichstellungspolitik und Chancengleichheit zu gestalten."

Hintergründe der Frauenwoche

Seit 1911 gibt es den Internationalen Frauentag. Am 8. März 1908 traten Arbeiterinnen in einer Textilfabrik in New York in einen Streik für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. Um eine Solidarisierung mit ihnen zu verhindern, wurden sie in der Fabrik eingeschlossen. Aus ungeklärten Gründen brach ein Feuer aus. 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen. 

In Europa beschloss die II. Internationale sozialistische Frauenkonferenz auf Initiative von Clara Zetkin am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages. 

Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Der 8. März wurde erst 1921 auf Beschluss der 2. Kommunistischen Frauenkonferenz festgelegt.

Seit 1991 gibt es die Brandenburgische Frauenwoche, die heute vom Frauenpolitischen Rat Land Brandenburg e.V. koordiniert wird. Auch die Stadt Brandenburg an der Havel beteiligt sich rege an den landesweiten Aktionstagen mit vielen Veranstaltungen vor Ort.

Rückblick auf die vergangenen Frauenwochen in Brandenburg an der Havel

Themen der Frauenwochen

  • 1991 - Bedrohung durch Arbeitslosigkeit /§ 218
  • 1992 - Frauen in bester Verfassung
  • 1993 - Frauen und Arbeitsmarkt
  • 1994 - Frauen kreativ
  • 1995 - Frauen mischen mit
  • 1996 - Mehr Chancen für Frauen
  • 1997 - Informieren und aktivieren
  • 1998 - Frauen Macht Politik
  • 1999 - Frauen in Europa – Europa der Frauen
  • 2000 - Lebensqualität weiblich?
  • 2001 - 90 Jahre Frauentag
  • 2002 - Unbekannte Schwestern – durchbrechen wir die Mauern des Schweigens
  • 2003 - UnErhörte Weiblichkeit
  • 2004 - Frauen Land Brandenburg?
  • 2005 - Junges Gemüse & altes Eisen – Frauen im Wandel der Generationen
  • 2006 - Mit Recht & Courage – Frauenrechte zwischen Anspruch und Wirklichkeit
  • 2007 - Macht Chancen gleich!
  • 2008 - FrauenStärken leben – Mit Vielfalt und Beteiligung Zukunft gestalten
  • 2009 - Frauenpolitik im Spiegel der Macht – Accessoire oder Motor der Entwicklung?
  • 2010 - Wir unternehmen was – weiblich wirtschaften und solidarisch handeln!
  • 2011 - 100 Jahre Internationaler Frauentag – Spuren & Visionen
  • 2012 - FrauenPerspektiven in Brandenburg
  • 2013 - Frauen Stimmen Gewinnen
  • 2014 - Gemeinsam – Lebendig – Widerständig: Frauengeschichte(n) 1914 – 2014
  • 2015 - Weite Wege zur Gerechtigkeit
  • 2016 - Frauengenerationen im Wechselspiel
  • 2017 - Frauen MACHT faire Chancen
  • 2018 - "Selber Schuld"
  • 2019 - "Hälfte/Hälfte ganz einfach“

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