Bürgermeister Steffen Scheller enthüllt digitale Ausstellung „Die Reformation und das 16. Jahrhundert in der Stadt Brandenburg“ des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel

Pressemitteilung vom 26.10.2017

Pressearchiv - Meldung vom 26.10.2017

Bürgermeister Steffen Scheller und Museumspädagogin Gudrun Bauer an der Medienstation.
Bürgermeister Steffen Scheller und Museumspädagogin Gudrun Bauer an der Medienstation.
Die bedienungsfreundliche Oberfläche wird vorgestellt.
Die bedienungsfreundliche Oberfläche wird vorgestellt.

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres kann sich der Besucher der Ausstellung „Reformation in Brandenburg an der Havel“ im Gotischen Haus dem Thema Reformation und das 16. Jahrhundert von einer ganz besonderen Seite nähern - modern, strukturell gut aufgebaut und in ansprechendem Design. Die neue interaktive Medienstation zeigt die Reformationsgeschichte unserer Stadt in all ihren Facetten. Das neue und nachwirkende Angebot zum Reformationsjubiläum 2017 soll Gelegenheit bieten, sich mit der Reformation und ihren religiösen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen auf unsere Stadt auch nach dem Jubiläumsjahr auseinander zu setzen. Es wird ein spannendes Bild der Reformation aufgezeichnet und gleichzeitig ermöglicht, die reformatorischen Bewegungen und ihre Gegenströmungen in den einzelnen Kirchen zu erleben. Die digitale Schau bietet beides: eine kompakte Übersicht zur Reformation oder vertiefend umfangreiche Hintergrundinformation zur weitergehenden Beschäftigung mit der Reformationsgeschichte. Bedeutende Exponate werden mit den entsprechenden Hintergrundinformationen gezeigt. Den prägenden Einfluss Martin Luthers und der Reformation in den beiden Städten Brandenburg und im Dom auf eine so innovative und ansprechende Art über die multimediale Schatzkiste zu präsentieren, ist spannend für Brandenburg an der Havel: gelebte Werte und Traditionen sowie gleichzeitig digital und hochmodern. In Brandenburg gibt es viele Zeugnisse der Zeit, die so präsentiert werden können. Die Kirchen, insbesondere die nicht mehr vorhandene Marienkirche auf dem Marienberg, vielleicht wird manchem Brandenburger erst jetzt richtig bewusst, welch großer Verlust damit einhergegangen ist, außerdem die Rathäuser der beiden Städte Brandenburgs, das Gotische Haus oder das Kurfürstenhaus.Interessierte aus der ganzen Welt können sich über die Reformationsereignisse informieren oder in einer Luther-Bibel digital blättern. Die Besucher der virtuellen Schau können damit dieses Buch genau unter die Lupe nehmen, das sonst im Depot verwahrt oder mit einer Vitrine geschützt wird. Auch ein Vergleich mit einer Bibel aus dem Jahr 1497 (einem Glanzstück aus der Bibliothek des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel) ist möglich. Zu sehen sind u.a. viele Kunstwerke der wichtigsten Künstler dieser Zeit - Lucas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer. Ermöglicht wurde dies durch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stiftung Wredowsche Zeichenschule.  Den Zugang zur Ausstellung können die Ausstellungsbesucher nach Belieben selbst wählen: über die Einstiege  „Reformationspfad“, „Kunst“, „Reformation im historischen Kontext“ oder eine „Zeitleiste“. Welche Personen standen im Mittelpunkt des Reformationsprozesses, z. B.  der Protagonist Erasmus Alberus, Reformator, Weggefährte Matin Luthers, Pfarrer in der St. Katharinen. Über den Zugang  „Reformation im historischen Kontext“ ist es auch möglich sich intensiv mit dem Thema „Der große Reformator und sein langer dunkler Schatten“ zu beschäftigen. Von der kontrovers diskutierten Thematik der „Judensau“ im Dom St. Peter und Paul, über die Verantwortung der Kirchen in beiden Weltkriegen bis zum „Gebet für unser Land“ im November 1989. Das Publikum kann sich auch von Objekt zu Objekt treiben lassen. Die Digitalisierung eröffnet dem Museum ganz neue Möglichkeiten, Kunst und Kultur zu vermitteln und so auch neue Besuchergruppen zu begeistern. Hierbei soll vor allem die Wissensvermittlung durch den Einsatz digitaler Technologien in den Fokus genommen werden.  Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel hofft mit dem neuen digitalen Angebot, Unterstützer und Mitstreiter zu gewinnen, die Digitalisierung im Bereich des Kulturerbes einen großen Schritt voranzubringen und hier mit der Museumsarbeit international konkurrenzfähig zu werden. Die Autoren der Ausstellung möchten damit ein weltweites Publikum erreichen - das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel ist nicht mehr nur vor Ort erlebbar, sondern ist auch im Internet immer geöffnet und wird als eine Quelle verlässlicher Informationen zu unserem Kulturerbe etabliert. Die Digitalisierung ermöglicht somit, die Depots zumindest virtuell zu öffnen.Information:Das digitale Museum ist erreichbar unter
http://digital.stadtmuseum-brandenburg.de/
 

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