Ein Notruf für ganz Europa: 25 Jahre 112

Pressearchiv - Meldung vom 28.07.2016

Pressemitteilung vom 28.07.2016

Dietlind Tiemann: „Der Dank aller Bürger gilt unseren Kameraden der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren“

„Wenn am 29. Juli 2016 der europaweite Notruf 112 sein 25jähriges Jubiläum begeht, dann gilt der Dank aller Bürgerinnen und Bürger den tausenden Freiwilligen und Berufs-Feuerwehren in ganz Europa, ganz besonders natürlich aber den Kameraden in unserer Stadt und unseren engagierten Ortswehren sowie den Hilfsorganisationen vor Ort.

Ob bei einem Großbrand oder bei Hochwasser, bei der Personenrettung oder erste Hilfe bei Verkehrsunfällen: immer setzen die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr auch ihre eigene Gesundheit mit ein, um anderen Menschen zu helfen. Trotz hoher Ausrüstungs- und Ausbildungsstandards verbleibt dabei immer ein nicht kalkulierbares Restrisiko, dass die Kameraden auf sich nehmen. Davor habe ich allerhöchsten Respekt und Hochachtung.

Vielfach ist unsere Feuerwehr in den Ortsteilen zudem mit Feuerwehr- und Ortsfesten ein fester Bestandteil und Träger von Traditionen und Ortskultur und leistet einen wichtigen Beitrag in der Jugendarbeit, den man nur unterstützen kann“, sagt Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann.

Hintergrund:
Ende Juli 2016 wird der Lebensretter 25 Jahre alt. Am 29. Juli 1991 haben die damals 12 EU-Staaten entschieden, als gemeinsame europäische Notrufnummer die „112“ einzuführen. Deutschland wurde bei dieser Entscheidung durch Außenminister Genscher vertreten. Die Auswahl der 112 als Notrufnummer geht zurück auf eine Empfehlung der Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post- und Fernmeldewesen (CEPT) von 1976. In Deutschland wurde die 112 bereits 1954 als Feuerwehrnotruf in den ersten Großstädten eingeführt.

Der Notruf 112 kann vorwahlfrei gewählt werden und ist in allen Staaten der EU kostenlos. Er verbindet Hilfesuchende automatisch mit der örtlichen 112-Notrufzentrale, über die sie die Feuerwehr oder medizinische oder polizeiliche Hilfe erhalten. Wer die 112 Notrufzentralen betreut, ist in den Ländern unterschiedlich geregelt. Dies können die Rettungsdienste, Feuerwehren oder auch die Polizei sein.

Der europaweite Notruf gilt in allen EU-Staaten, der Schweiz, Island und Norwegen sowie in weiteren EU-Nachbarstaaten wie Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, der Republik Moldau, Russland, Serbien, Türkei und der Ukraine.

Wie Detlef Wolf, Leiter der Feuerwehr Brandenburg an der Havel mitteilt, gehen in Brandenburg an der Havel die 112-Notrufe aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und der Stadt Brandenburg an der Havel in der (integrierten) Leitstelle ein, die rund um die Uhr von Mitarbeitern der Feuerwehr mit Rettungsdienst- und Feuerwehrausbildung besetzt ist. Die Notrufe werden nach einem strukturierten Frageschema bearbeitet und die nach Einschätzung des Disponenten erforderlichen Hilfskräfte alarmiert. Während die Einsatzkräfte anfahren kann der Mitarbeiter bei Bedarf Erste-Hilfe-Hinweise an den Anrufer weitergeben. Täglich erreichen etwa 350 Notrufe die gemeinsame Leitstelle in Brandenburg an der Havel.

Eine kleine Geschichte zur „112“ in Deutschland finden Sie zum Beispiel auch bei den Kameraden der Feuerwehr Grävenwiesbach:
www.feuerwehr-graevenwiesbach.de/index.php/allgemeines/historie/203-geschichte-der-notrufnummer-112

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