Trauergottesdienst für Otto Graf Lambsdorff

Pressemitteilung vom 12.12.2009

Pressearchiv - Meldung vom 12.12.2009

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft auf dem Burghof ein.
Auch Bundespräsident Horst Köhler nimmt an der Trauerfeier teil.
Zu den Trauergästen zählt auch Außenminister Guido Westerwelle.
Einzug der Domherren kurz vor Beginn des Gottesdienstes.
Nach dem Gottesdienst wird der Sarg aus dem Brandenburger Dom getragen.
Familienangehörige und Trauergäste nach dem Gottesdienst vor dem Brandenburger Dom.

Familienmitglieder und zahlreiche Ehrengäste nehmen in Brandenburg an der Havel Abschied von Otto Graf Lambsdorff. Oberbürgermeisterin erinnert an die Verdienste des Verstorbenen, der ein großer Freund der Stadt und engagierter Förderer des Brandenburger Doms war.

Tief bewegt haben die engsten Familienangehörigen, wichtige Wegbegleiter und zahlreiche Ehrengäste am 12.12.2009 in Brandenburg an der Havel Abschied von Otto Graf Lambsdorff genommen. Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Gedenkgottesdienst im Dom St. Peter und Paul gehörten unter anderem Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Vizekanzler und FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle sowie Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Auch enge Freunde, die den Verstorbenen über viele Jahre hinweg auf seinem politischen Weg begleiteten oder ihm in seinen verantwortungsvollen Ämtern begegneten, waren zur „Wiege der Mark Brandenburg“ gekommen, um dem FDP-Ehrenvorsitzenden und früheren Bundeswirtschaftsminister die letzte Ehre zu erweisen.

Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann würdigte am Rande der Trauerfeier noch einmal die große Bedeutung von Otto Graf Lambsdorff für die Stadt Brandenburg an der Havel und insbesondere die herausragende Rolle, die er bei der Rettung des vom Einsturz bedrohten Brandenburger Doms spielte. „Wir haben einen großen Freund und Förderer unserer Stadt verloren. Er hat während des Krieges unter dem schützenden Dach der Ritterakademie einen Teil seiner Kindheit in Brandenburg an der Havel verbracht und ging hier zur Schule. Zeit seines Lebens verstand er die Mark Brandenburg als Teil seiner Heimat. Deshalb hat er nach dem Fall der Mauer auch keinen Augenblick gezögert und seine Hilfe angeboten, als der auf unsicherem Fundament stehende Dom einzustürzen drohte. Es ist in großem Maße dem Ehrendomherren Otto Graf Lambsdorff zu verdanken, dass die schon von Schinkel geäußerten Prophezeiungen nicht eingetroffen sind und das bekannteste Bauwerk der Region für nachfolgende Generationen gerettet werden konnte. Graf Lambsdorff gehörte nicht nur zu den Gründern des Dom-Fördervereins, gemeinsam mit Loriot und vielen anderen Prominenten zählte er zu denjenigen, die mit ihrem großen Namen und ihrer Persönlichkeit viel Geld für die notwendigen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten einwarben.“

Am Tag des Abschieds erinnerte sich die Oberbürgermeisterin an viele Begegnungen mit Otto Graf Lambsdorff. Stets habe sie gespürt, „dass er seine Aufgaben im Domkapitel nicht nur mit großer Verantwortung, sondern auch mit sehr viel persönlicher Begeisterung versah. Man hat bei solchen Gelegenheiten ganz deutlich gespürt, dass bei ihm der Brandenburger Dom immer im Vordergrund stand.“ Wie tief er diese Verbundenheit im Herzen trug, könne man auch an der Tatsache erkennen, so Dr. Dietlind Tiemann weiter, dass Otto Graf Lambsdorff sich schon zu Lebzeiten den Brandenburger Dom als Ort wünschte, an dem Freunde und Weggefährten nach seinem Tod Abschied von ihm nehmen können. „Die Stadt Brandenburg an der Havel und die Domgemeinde betrachten diesen Wunsch als eine ganz besondere Ehre und zugleich als gute Gelegenheit, uns bei einem großen Förderer zu bedanken und von einem guten Freund und außergewöhnlichen Menschen Abschied zu nehmen. Sein Name wird bei uns Brandenburgerinnen und Brandenburgern für alle Zeit in guter Erinnerung und ehrendem Gedenken bleiben.“

(Fotos: Heike Schulze)

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