Versorgungssicherheit für Gas und Strom in Brandenburg an der Havel

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Neuigkeiten zum Thema Energieversorgung in der Stadt Brandenburg an der Havel und Informationen, wie alle in unserer Stadt helfen können, Strom und Gas einzusparen.

Neuigkeiten aus der Stadtverwaltung

Neuigkeiten direkt von den Stadtwerken

Informationen zur lokalen Gasversorgung durch die Stadtwerke Brandenburg an der Havel GmbH finden Sie unter www.stwb.de/aktuelles-zur-gasversorgung

Fragen und Antworten

Die Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel beschäftigt sich seit Beginn der Diskussion um eine mögliche Gasknappheit im Winter 2022/23 mit den Aspekten, die eine entsprechende Situation mit sich bringen könnte. Es ist uns einerseits auch wichtig zu erörtern, wie die Stadt Brandenburg an der Havel selbst Energie einsparen kann, um einen Beitrag zu einem Gasmangel zu verhindern und dennoch die gegenwärtige Versorgung sicherzustellen. Andererseits haben das Wohl der Bürgerinnen und Bürger und die öffentliche Ordnung und Sicherheit oberste Priorität bei der Erarbeitung von Notfallplänen. Das erfordert eine intensive Abwägung von Nutzen und Folgen einzelner Maßnahmen. Dazu berät sich die Verwaltungsleitung ab sofort wöchentlich und zieht auch weitere Experten hinzu.

In der Stadt Brandenburg an der Havel besteht bei Bedarf auch die die Möglichkeit, übergangsweise Menschen in städtischen Objekten (z.B. Sporthallen, Schulgebäude, Verwaltungsliegenschaften) Aufwärmmöglichkeiten anzubieten. Das betrifft insbesondere durch Fernwärme erschlossene Teile des Stadtgebietes.

Die Stadtverwaltung und die städtischen Betrieben erfassen geeignete Maßnahmen im Rahmen technischer und zum Schutz der Gesundheit bestehender Vorschriften (z.B. DIN-Vorschriften oder Arbeitsschutzvorschriften. Beispielsweise lassen sich Heizungen energiesparender einstellen, ohne dass Schülerinnen, Schüler und Kita-Kinder oder andere Nutzer von Gebäuden frieren).

Konkrete Maßnahmen, die je nach Rahmenbedingungen in mehreren Gebäuden der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe bereits umgesetzt sind oder in Kürze erfolgen, sind z.B. die Abschaltung der Warmwasserbereitung in Sanitärräumen, Verzicht auf Lüftungsanlagen und Leuchtreklame; Gebäude-Beleuchtung im Innen- und Außenbereich auf LED umstellen, Beleuchtungsdauer und -intensität reduzieren und, wenn möglich, komplett ausschalten; sowie die Reduzierung von Raumtemperaturen in Fluren, Treppenhäusern und Büroräumen auf 19°C (bzw. Heizkörperthermostate werden auf 2,5 gestellt).

Zur Überprüfung der Maßnahmen gibt es eine verstärkte Dokumentation und Kontrolle der Verbrauchswerte.

Diese Maßnahmen sind im Rahmen der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung durch kurzfristig wirksame Maßnahmen (kurz EnSikuMaV) erarbeitet worden und werden mindestens bis zum 28. Februar 2023 umgesetzt.

Jegliche Reduzierung von Energieverbrauch hilft, dazu beizutragen, dass Gas und Strom auch im Winter verfügbar sind. So können die Speicher besser befüllt werden.

Privathaushalte machen knapp 29 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland aus. Ebenso knapp 29 Prozent liegen bei der Industrie, 16 Prozent bei Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (darunter auch Einrichtungen im Gesundheits- und Bildungswesen) sowie 27 Prozent bei Verkehr (vorrangig Benzin und Diesel) (Quelle: Umweltbundesamt). Wenn wir im Privaten also Sparen, so kann dies durchschlagende Kraft auf den Gesamt-Energieverbauch in Deutschland haben.

Zwei Drittel des Haushaltsverbauchs entfällt auf Heizkosten. Daher haben Sparmaßnahmen beim Heizen (z.B. durch Wohnungsabdichtung, gezieltes Heizen in den meistgenutzen Zimmern) den größten Einsparungseffekt.

Aber auch für die sogenannte „Gas-Verstromung“ wird Gas genutzt. Im Umkehrschluss heißt dies: Wenn wir weniger Strom verbrauchen (z.B. nicht unnötig Licht und Elektrogeräte eingeschaltet lassen), muss auch weniger Gas zur Stromerzeugung genutzt werden.

Energie-Spartipps finden Sie zum Beispiel hier:

Die stark gestiegenen Energiepreise werden für viele Menschen zum Problem, insbesondere für Bürgerinnen und Bürger, die ohnehin schon am Existenzminimum leben. Daher hat der Fachbereich Jugend, Soziales und Gesundheit einige Informationen zu finanziellen Hilfen für Menschen mit geringen Einkommen zusammengestellt.